Mahlzeiten

Selber kochen oder liefern lassen – das war eine Frage, die wir schon bald nach Vereinsgründung beantworten mussten.

Die Antwort vorneweg: Der Vorstand hat entschieden, die Mahlzeiten für den Mittagstisch von der Firma menu-and-more in Zürich liefern zu lassen.

Selber kochen und liefern lassen – beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile: Wer das Mittagessen selber kocht, kann ganz individuell auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen und kann je nach Situation die Kinder in das Kochen einbeziehen. Man muss aber wesentlich mehr Zeit in die Planung, ins Einkaufen und in die Zubereitung investieren. Hinzu kommen hohe Anforderungen an die Hygiene bei der Zubereitung. Eine Köchin oder ein Koch muss zudem umfassend Bescheid wissen über die Lebensmittel und ihre Zusammensetzung. Allergiegerecht und -sicher kochen ist eine weitere grosse Herausforderung.

Lässt man die Mahlzeiten liefern, gibt man die Menuplanung und die Art und Weise der Zubereitung zu einem grossen Teil aus der Hand – was aber eine Erleichterung im Tagesablauf ist. Einkaufen ist nur noch für den Zvieri und spezielle Anlässe notwendig – das spart Zeit. Für die Einhaltung der Hygiene bei der Mahlzeitenherstellung ebenso wie für die Deklaration und Überprüfung der Inhaltsstoffe (Stichwort Allergien) ist der Lieferant verantwortlich – das erweitert das Spektrum an Personen, die für den Mittagstisch arbeiten können. Ein zuverlässiger Lieferant erleichtert auch die Betriebsorganisation, da bspw. keine Krankheitsausfälle abgedeckt werden müssen.

Angelieferte Mahlzeiten haben einen schlechten Ruf – insbesondere Mahlzeiten, die heiss angeliefert und lange warmgehalten werden. Wir haben deshalb einen Lieferanten, der die Mahlzeiten gekühlt anliefert, genauer unter die Lupe genommen. Bei dieser Methode wird das Essen durch das Hortpersonal kurz vor der Essenzeit aufgewärmt (regeneriert). Das heisst, es gibt keine langen Standzeiten von warmen Lebensmitteln, was sowohl für die Qualität des Essens (mehr Geschmack) als auch für die Hygiene von Vorteil ist.

Auch die Kosten spielen bei dieser Frage eine grosse Rolle. Da wir nicht die einzigen sind, die die Kochen-Frage beantworten mussten, konnten wir uns auf Abklärungen und Berechnungen von anderen Betrieben stützen. Es zeigt sich, dass bis zu einer Anzahl von ca. 25 – 30 Mahlzeiten täglich die Anlieferung im Allgemeinen die günstigere Variante ist.

Schmeckt aber das Essen nicht, sind auch der kleinste Preis, die beste Lieferung und die sauberste Hygiene nutzlos. Wir haben deshalb mit unseren Kindern die Probe aufs Exempel gemacht und die Firma menu-and-more getestet: Aus dem Menuplan für den vereinbarten Tag haben wir eine Mahlzeit ausgewählt. Ein Mitarbeiter von menu-and-more ist zu uns in den Hirzel gefahren und hat dort in unserer Anwesenheit das Mittagessen zubereitet. Wir durften ihn mit unseren Fragen löchern, kritische Bemerkungen machen und zuschauen, wie er in aller Ruhe innert 30 Minuten das Essen für 9 Kinder und 8 Erwachsene in der Cafeteria Spyrigarten*) auf den Tisch brachte.

Wir waren beeindruckt – vom geringen Aufwand bei der Zubereitung und beim Aufräumen, vom gluschtigen Anblick im Teller und vom Geschmack, den das Essen im Gaumen hinterliess. Aber das wichtigste Urteil lieferten die Kinder: ruckzuck waren die Teller leer! Und ein Mädchen fragte: „Mami, chönnd mier das morn wieder ässe?“

*) An dieser Stelle unseren herzlichen Dank an den Frauenverein, dass wir das Probeessen in der Cafeteria Spyrigarten durchführen durften!